Goings-on

19.03.2022   ...............................................  

Verlängerung der belgischen AKW für weitere 10 Jahre                                       

Die belgische Regierung will die Laufzeiten der heimischen Atomkraftwerke in Tihange und Doel um zehn Jahre verlängern. Das hat der belgische Ministerpräsident Alexander de Croo bekannt gegeben. Dafür sollen nun alle notwendigen Schritte unternommen werden. ... (Heise online)

TDRM-Kommentar: 

Belgien ist nicht auf den Weiterbetrieb der AKW angewiesen. Die Energieversorgung ist ab 2025 durch erneuerbare Energien sowie Verbundstromnetze gesichert. Ein Blackout ist ausgeschlossen. So auch die CREG, Belgiens Energie Agentur. Notfalls gibt es vorhandene Gaskraftwerke, die binnen 15 Minuten hochgefahren werden können. Auch neue Gaskraftwerke werden nicht benötigt.

Großverbraucher wie die Chemieindustrie (in Antwerpen große Petrochemie), Kühllager in Antwerpen sind in der Lage, kurzfristig den Stromverbrauch zu drosseln. Zudem hat der AKW-Betreiber ENGIE bereits im Dezember 2021 schriftlich der belgischen Regierung mitgeteilt, dass von seiner Seite keine Laufzeitverlängerung möglich ist.

Die Bedingungen zum Weiterbetrieb ab 2025 sind völlig andere als zu Beginn der Genehmigungen von 1975:

– Bürgerbeteiligung in 100 km Umkreis um die AKW Standorte (grenzüberschreitend),
– Umweltverträglichkeitsprüfung,
– Vorhandene Sicherheitsstruktur nicht zeitgemäss,
– keine Sicherung bei Flugzeugunfällen, Anschlägen usw.,
– Doel liegt nur 12 km Luftlinie vom Rathaus Antwerpen entfernt, weiterhin ist die Petrochemie in direkter Umgebung in den letzten 35 Jahren enorm gewachsen, auch hier sind notwendige Sicherheitsmassnahmen nicht möglich oder ergänzbar,
– Tihange 1 hat nur eine Schutzhülle um den Reaktor,
– die Nass- und Trockenlager an den Standorten sind ungeschützt.

ENGIE hat die Meiler im Wissen, dass sie 2025 abgestellt werden nicht mehr gepflegt, fährt sie bis zur 94% Auslastung hoch, um möglichst viel Gewinn zu erwirtschaften vor Stilllegung. Das verursacht enorme Schäden und Investitionen, die nicht mehr zu berechnen sind (normale Auslastung wäre max 75 %).

Facit: eine Verlängerung der Laufzeiten über 2025 hinaus ist mit den veralteten AKW nicht zu machen.

(Mike Rabald)

Tagesschau
SAT1 (Interview mit Robert Borsch-Laaks)

 

March 2022   ...............................................  
Ukraine: Krieg gefährdet AKWs ......

Links:
https://www.ndr.de/nachrichten/info/Russland-Ukraine-Krieg-Feuer-in-Atomkraftwerk-geloescht,russlandkrise100.html
https://de.euronews.com/2022/03/04/krieg-in-der-ukraine-akw-saporischschja-steht-nach-bombenangriffen-in-flammen
https://www.sortirdunucleaire.org/Guerre-en-Ukraine-nos-inquietudes-face-aux?origine_sujet=LI202202&fbclid=IwAR3uWRM7DHDqN0ge0AbWB1pRREZEy5yrHROrVHgQHRzCLo0meq09IhxRkss
https://taz.de/Ukrainische-AKWs-im-Kriegsgebiet/!5835654/
https://www.rfi.fr/fr/europe/20220226-ukraine-interrogations-autour-de-la-question-vitale-de-la-
https://www.iaea.org/newscenter/pressreleases/update-3-iaea-director-general-statement-on-

 

Februar 2022   ...........................................  
Krieg in der Ukraine: Tschernobyl holt uns ein – Messstationen melden erhöhte Radioaktivität.

Wir vermuten aufgewirbelten Staub und Erde aufgrund des Krieges in der Ukraine. Aber dies lässt sich ad hoc nicht mit Gewissheit beantworten und schon gar nicht überprüfen. Auf die einfache Frage, ob dies für uns gefährlich ist, gibt es immer ganz viele ganz einfache Antworten – welche aber Alle falsch sind. Hier unsere lange Antwort und Meinung dazu:

Elektrizitätsnetze sind instabil, sie müssen ständig geregelt werden, es muss zu jeder Sekunde so viel Leistung hinein fließen wie entnommen wird.

Seit Kriegsbeginn soll das ukrainische Elektrizitätsnetz isoliert werden, also ohne externe Stabilisation alleine dastehen, bislang war es in den Stromnetzverbund mit Belarus und Rusland eingebunden. Es gab die Initiative, es in das EU-Stromnetz einzubinden, was ggf. nun forciert wird. Elektrizitätsnetze funktionieren in ihrer Gesamtheit nur gemeinsam im Verbund mit genügend Kraftwerken. Sobald die abgenommene Leistung zu hoch für die angeschalteten Kraftwerke wird, fällt das gesamte Netz aus oder es müssen Teile der Verbraucher, d.h. einzelne Städte oder Landesteile abgeschaltet werden. Dezentrale Versorgung, d.h. mit Wind- und Solaranlagen und dezentralen, lokal zerfallenden selbst regelnden Netzen, gibt es weltweit kaum. Nur diese sind hoch resilient.

D.h. unsere extrem wichtige Elektrizitätsversorgung, ohne die sich Heute fast Nichts mehr aufrecht erhalten lässt, ist für Krieg, Katastrophen, Embargos, Anschläge usw. extrem anfällig, weil sie extrem zentralistisch ist, von der ständigen Zulieferung fossiler oder nuklearer Brennstoffen abhängt sowie auf historisch überholter Technik, deren Grundzüge Ende des vorletzten bis Anfang des letzten Jahrhunderts festgelegt wurden, beruht.
https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/stromausfall-100.html
https://publikationen.bibliothek.kit.edu/1000103291

Seit ca. 10 Jahren ist es technisch möglich, eine dezentrale zu 100% auf Erneuerbare Energie basierende Elektrizitätsversorgung aufzubauen. Diese ist dann resilient. Die Schröder/Fischer- und später die Merkel-Regierungen verhinderten u.a. über das Umdrehen des EEG von einem Förder- zu einem Bremsgesetz, Bau von Gaspipelines, Förderung und Import von Kohle usw. die zügige Transformation unserer Energieversorgung hin zu 100% EE.

Damit wird nicht nur mutwillig Umwelt, Klima, Gesundheit, weltweite Lebensgrundlagen und unser Geldbeutel belastet, sondern auch Fluchtgründe geschaffen und wir bleiben politisch erpressbar, was sich jetzt im Krieg Putins-Russlands gegen das Ukrainische Volk als fatal erweist. Und dies Alles nur zur Aufrechterhaltung fossiler und nuklearer Geschäftsmodelle zu Gunsten partikulärer Profitinteressen.

Auch wurden aus Profitinteressen Wirtschaftsbeziehungen zu totalitären Regierungen und deren Staaten massiv weiter ausgebaut, statt ein Mindestmaß an Umwelt-, Sozial-, Demokratie- und Menschenrechts-Standards für jeglichen Austausch mit der EU zu fordern.

Gebäudeerwärmung verschlingt ca. 40% des deutschen Energieverbrauches. Dabei ist es inzwischen technisch möglich, normale Gebäude durch Isolation, Wärmerückgewinnung, Solaranlagen, Speicher und Wärmepumpen weitestgehend energieautark auszustatten (Produktionsanlagen darin ausgenommen) und dies zu wirtschaftlichen Preisen. Nebenher steigt der Komfort. Auch alle anderem Sektoren wie Verkehr durch überwiegend schienengebunden Verkehr u.a. in Kombination mit Fuß- und Pedelec-Verkehr, Landwirtschaft,Gewerbe und Industrie hätten schon seit ca. 10 Jahren auf 100% EE umgestellt sein können.

Ebenfalls wurde aus Profitinteressen unterlassen, uns aus weltweiten wirtschaftlichen Abhängigkeiten ein Stück weit in der EU zu lösen. Dies wäre u.a. über eine lokale bis EU-weite Kreislaufwirtschaft, dem Erhalt lokaler Produktion statt wie z.B. der mutwilligen weitgehenden Zerstörung der deutschen Solarwirtschaft, ausgerechnet auch noch mit alleine ca. 80.000 Arbeitsplätzen in den neuen Bundesländern, möglich gewesen. Dies bekommen wir nun unter der Corona-Pandemie und der Chipkrise zu spüren.

Wir befürchten, dass die russische Armee einige wenige der ukrainischen Kraftwerke abschalten wird, um einen fast gesamten Stromausfall in der Ukraine herbeizuführen, um damit die Ukraine weitestgehend handlungsunfähig zu machen und zur bedingungslosen Kapitulation zu zwingen.

Solange Atomanlagen nicht beschossen werden und die Anlagen nicht defekt sind, wird vermutlich kein GAU bzw. radioaktive und nukleare Kontamination ausgelöst. Notfalls schalten sich AKWs aufgrund ihrer hoffentlich funktionsfähigen Sicherheitseinrichtungen ab.

AKWs benötigen nach einer Abschaltung und ganz besonders nach einer Schnellabschaltung für mindestens zwei Wochen eine Nachkühlleistung von anfänglich ca. 10% ihrer Nennleistung, exponentiell fallend, bis ca 4..6 Wochen lang. Dies wird von Kühlanlagen sichergestellt, die über eine Stromzufuhr von Außen oder bzw. den installierten Dieselaggregaten aufrecht erhalten wird. Fallen diese z.B. kriegsbedingt aus, dann kann es zu einem Durchschmelzen des Kerns kommen, falls nicht zumindest z.B. eine Not-Schwerkraftkühlung vorhanden und aufrechterhalten werden kann. Not- Schwerkraftkühlungen besitzen nur einige AKWs, nicht Alle.

Bei den vier Fukushima-Daiishi AKWs war genau dies das Problem: Nach der ordnungsgemäßen Schnellabschaltung wurden später die Dieselaggregate und auch die Tanks durch die Tsunami-Welle zerstört. Die Akkus hielten noch ca. zwei Stunden und danach war die Schwerkraftkühlung aufgrund des Stromausfalls über ein deswegen geschlossenes elektrisches Ventil gesperrt. Die Betriebsmannschaften waren nicht auf so einen Notfall vorbereitet und wussten nicht, dass sie ein Bypass-Ventil per Hand im Reaktorgebäude öffnen mussten, um die Schwerkraftkühlung wieder in Gang zu setzten. Damit wäre eine Kühlung für weitere ca. 24 Stunden möglich gewesen. Danach hätte Wasser in den Schwerkraftkühlkreislauf eingefüllt werden müssen. Damit wäre voraussichtlich Alles gut gelaufen.

Wir haben es ausgerechnet: Bei einer AKW-Nennleistung von 1GW und damit einer Startkühlleistung von 100MW reichen zwei tragbare Feuerwehrpumpen, um die Kühlung sicherzustellen. D.h. zur Not könnten immer noch zwei tragbare Feuerwehrpumpen mit Treibstoff und Schläuchen z.B. per Helikopter eingeflogen werden, um die Nachkühlung aufrecht zu erhalten. Aber dies ist unseres Wissen bei keinem AKW möglich, weil keine Anschlüsse für Feuerwehrschläuche am Kühlkreislauf und kein Kühlteich an AKWs vorhanden sind

AKW-Betriebsmannschaften sind offensichtlich schlecht für extreme Notfälle ausgebildet und AKW-Manager sind offensichtlich borniert. Sie glauben, dass solche Katastrophen nicht eintreten werden - oder sie wissen es und denken nur an ihren Profit. Dabei gibt es vier sehr einfache Mittel: Ständiges exzellentes Training für Notfälle, Anschlüsse für Feuerwehrschläuche am AKW-Kühlkreislauf und eine gekühlte keramische Auffangwanne unter dem Druckbehälter, um einen durchschmelzenden Brennstoff-Klumpen zerfließen und damit unterkritisch werden zu lassen – und das beste Mittel: sofort alle AKWs abschalten. Wir befürchten das Schlimmste für ukrainische AKWs in diesem Krieg. Wie hoch die Wahrscheinlichkeit eines GAU unter Krieg ist, kann niemand voraussagen

Peter Kämmerling
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Announcements

09.07.2022 bis 31.07.2022 ....................  
Anti-Atom-Radtour Nord --
von Tihange in 21 Etappen nach Gorleben
ausgestrahlt.de

26.05. bis 05.06.2022, Do bis So 13h-18h 
Ales Vega: "Erinnerungen an Fukushima"  
Aus aktuellem Anlass hat Ales Vega sein Kunstprojekt “Fukushima” wieder aufgegriffen und lädt zu seiner Ausstellung in der "Raststätte", Lothringerstraße 23 ein, Eröffnung am 26. Mai um 15 Uhr. Zur Finissage am 5. Juni wird er ab 18 Uhr mit seiner Band S.K.I.L. spielen.

11.03.2022 17:00 ..................................  
Fukushima-Gedenktag  

Am 11. Jahrestag des schweren Unfalls im Kernkraftwerk Fukushima, wird die Regionalgruppe Aachen der IPPNW eine Mahnwache vor dem Rathaus Aachen abhalten und auf dem Pflaster des Marktplatzes mittels Kerzenlichtern das Symbol für Radioaktivität nachzeichnen.

Stop de agressie in Oekraïne!   ...........  
You are invited to sign
petities.nl/petitions/stop-de-agressie-in-oekraine?locale=nl

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No further announcements

 

Project Notes

06.07.2022 — Press release
DSEE fördert Folgeprojekt —
   Vor sechs Jahren hat die FIfF-Regionalgruppe Aachen
das Projekt Tihange-Doel Radiation Monitoring TDRM.eu gestartet. In der Grenzregion B-F-NL-D wurde ein Netz aus mittlerweile 36 Sensorstationen aufgebaut, das auffällige Entwicklungen der atmosphärischen Radioaktivität im Umkreis der problematischen belgischen AKWs Tihange und Doel frühzeitig melden würde. Das Projektteam hat die Sensorstationen entwickelt und gefertigt sowie die zentrale Datenerfassung und die Website realisiert.
   Für ein Folgeprojekt konnte nun erfolgreich eine Förderung durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt DSEE eingeworben werden. Unser Ziel: Aufbauend auf den bisherigen Erfahrungen wird der Prototyp einer neuen Sensorstation mit verbesserten Eigenschaften entwickelt: robuster im Betrieb, unkomplizierter in der Installation, universeller in der Anwendung, auch im Außenbereich, preiswert in der Herstellung und für den Selbstbau geeignet. Ein wesentliches Merkmal ist die Anwendung der für das 'Internet der Dinge' entwickelte LoraWAN-Technologie.
   Wir möchten mit diesem Vorhaben nicht nur unsere bisherige erfolgreiche Arbeit fortsetzen und ausweiten, sondern insbesondere zur Förderung von Citizens-Sensing-Initiativen beitragen. Denn eine Beteiligung von Bürger:innen an der Beobachtung und Erfassung der Parameter unserer Lebens­welt stärkt Umwelt­bewusstsein und -verantwortung, vermittelt Wissen über Umwelt und Technik und ebnet den Weg zu einem informierten politischen Engagement. Vielfach sind solche Initiativen schon behördlichen Maßnahmen zuvor gekommen und haben politisches Handeln beschleunigt oder sogar erst veranlasst.
   Verantwortlich für das Projekt ist This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

Feb 20, 2022   ..........................................  
tdrm21 installed in Lille (F)                
A first TDRM station has been installed in France about midway between NPP Gravelins and NPP Chooz. Its location is Lambersart, a suburb of Lille.                 

Feb 9, 2022: ---  
tdrm3 at Havelange installed              
New station at Havelange, about 15km south of Tihange, has been moved to its final outdoor location.       

Jan 1st, 2022: ---                               
Guest stations around MPP Cattenom
 
Since the beginning of this year Trier-based MAUS e.V. kindly provides the TDRM project with data of their precision sensor stations located around French NPP Cattenom and in the vincinity of Trier. Current radiation levels are updated at the full hour. History is shown by means of 60min, 24hours, 7days and 30days time curves.

Dec 13, 2021:
TDRM celebrates its 5th anniversary  
December 13 is an exceptional date for our project. Exactly five years ago the TDRM team held a first press conference in Aachen during which the TDRM network was launched by means of a symbolic push on the start button. After scarcely more than six months spent for the manufacturing of sensor stations and for the development of the software a network of a first four installations in the Tihange/Liège area plus two Aachen-based stations was led over into regular operation, and from now on visualizations of the stations' measurement data could be publicly viewed on our first website.
Till then the network has been continuously extended and improved. Even in 2021 we were lucky to add two new locations, one in Antwerp City and another one at Gemmenich (Plombière). Currently 32 station are in regular operation. One station located at Amay until mid of the year is due to be installed at its new location at Saint Georges. Another station is being parked in Antwerp waiting for a new host.
In addition to external radiation data imported from the Dutch GammaSense network we expect to get the permission to import radiation data from a precision radiation sensor station located at Trier and operated by MAUS e.V of Trier. The location is relevant with respect to NPPs at Chooz and Cattenom.
These days we can proudly announce that the TDRM network provides the public with local radiation data 7/24 at a 90...95% availability of its present 32 stations. Not least, this is owed to the continuous support of all of those fellows who are hosting one of our sensor stations! Thank to you for always looking after your station immediately, give it a fresh start, or even replace the memory chip when, at odd times, its offline state would persist!
At our home base an expert team stays ready to give, if needed, remote advice to station hosts and to troubleshoot in the short run, if any problem occurs with our server or our website set-up in order to maintain a 7/24 availability of up-tp-date radiation levels.

Oct 29, 2021: Server frontend replaced  
A new server frontend based on PHP has been developed from scratch to replace the previous ReST-API based on NodeJS Express. The new API improves the efficiency and facilitates easier maintenance. The lever has successfully been thrown on 29 Oct :)
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Jan 29, 2021: Server up :) -- 

Jan 28, 2021: Server down due to maintenance problems --  
We are working hard ...

Dec 31, 2020: Letter to the hosts and operators of TDRM sensor stations at the turn of the year -- 
Dear friends:
2020 was an exceptionally hard year, burdening with unprecedented threats and restrictions. Hardly surprising, the risks of continued operation of outdated nuclear reactors got much less attention than deserved in media coverage and public awareness. Nevertheless, the risks of fatal nuclear accidents will increase with every additional year of operation.
Boldfaced the pro-nuclear lobby abuses the situation to pursue their interests. The discussion of plans for interim nuclear waste storage facilities and about potential locations for permanent storage sites slipped public awareness. The delivery of fuel elements for Doel-2 by ANF Lingen was at first stopped by a restraining order of the Aachen Administrative Court. Shortly thereafter, however, the Hessen District Administration Court reversed the order on appeal of the manufacturer -- again with little or no public attention. Meanwhile Dutch Government considers to operate NPP Borssele until 2053. Its total run time would then amount to 80 years! ...
It would seem that we have to go on with our fight for a soon shut-down of nuclear reactors about us, and now even in the Netherlands. Hence we will still need the TDRM network for a while -- for citizens' information about present radioactivity levels, for reminding everybody of the ongoing threat, for gaining time in cases of emergency.
Proudly we can report, that up to now the network has been extended towards 32 sensor stations, and it operates pretty stable providing an availability of an estimated 90...95%. Recently three stations have been added which had been assembled by their hosts on their own initiative. Early this year we agreed on a mutual exploitation of measurement data by the Dutch project GammaSense which operates a radiation sensor network of about 30 stations, mostly on Dutch grounds. Since May we include into the TDRM survey nine GammSense stations located in areas-at-risk.
We did not yet give up plans for a redesign of the TDRM sensor station with extended measuring options (e.g. Beta in addition to Gamma radiation), independence of power supply and other features. It keeps to be a dream as long as we are too short of human resources -- however, who never had a dream ...
The members of the TDRM project team cordially thank all of you who are supporting the TDRM project by running and maintaining one of our sensor stations in the field, some of you already for more than four years -- and those who kept the project alive by their generous donations!
We wish you a peaceful and recreative season, and for the New Year, above all, health and confidence,
Daniel Brückner, Peter Kämmerling, Gerd Krenzer, Heiko Mahnke, Mike Rabald und Dietrich Meyer-Ebrecht

August 08, 2020: Heatproblems  --  
Due to excessive ambient temperatures severals of our sensor station from under a temporal outage of the measuring signal. We are working on a solution.

May 11, 2020: TDRM shares GammaSense data -- 
A WISE/WAAG initiative recently launched a new network for the monitoring of radioactive radiation. Sensor stations are predominantly located in the Netherlands, see https://gammasense.org/map. Rather than overlapping the networks of GammaSense and TDRM favourably complement each other. So it suggested itself to combine our strengths by mutually sharing our data.A first step has been accomplished by importing sensor data of a handful of GammaSense stations. In a first approach we selected GammaSense stations at locations most relevant for TDRM's mission. The pop-ups of GammaSense stations (green icons) provide links to their operators' website, to detail maps of the station's surroundings, and to time charts.

--- Past matters ---

March 19, 2020: Failure of the representation of the current radiation values on the table of measurements. We are working on the problem.
Meanwhile, current values ae still provided as time series accessible by links underlying the numeric values in the column "Average" of the table of measurements.
See also tdrm.fiff.de/userdata/etc/list/ for an alternative survey of current measurements and trends!

August 15, 2019: Newly hatched swallow chicks on top of TDRM_35 :) ---

August 14, 2019: TDRM_35 (Comblain au Pont) has to stay offline until a pair of swallows' brood has become fully-fleged. The box must not be opened to change a failed part since the birds built their nest on top of the box -- how lovely ;) ---

swallow

July 25, 2019: Excessive ambient temperature causes temporary break-down of several sensor stations or, in some cases, wrong measuring results :( ---

April 15, 2019: Greenpeace Greencast 217, podcast interview "TDRM", recorded on March 29, 2019 at 7pm in Berlin (approx. 25min, in German) ---

April 9, 2019: Simulation experiments, please ignore temporarily excessive measuring values of stations SIM_1 to _3, cluster 'Simulation'! ---

March 27, 2019: TDRM website skin and functionality thoroughly reworked, responsive design facilitates convenient use on smart phones. ---

Jan 01, 2019: Spenden jetzt mit Paypal-Spendenbutton ganz schnell und unkompliziert! ---

Sept 18, 2018: Third sensor station in the Netherlands goes online in Bergen op Zoom. ---

Sept 17, 2018: Negotiations with the office for disaster control (Abteilung für Katastrophenschutz der Städteregion Aachen) are continued on procedures how to deal with automatic alerts generated by the TDRM service in cases of evolving radiation levels  ---

Aug 10, 2018: Our new website has been launched!  
Please report problems, errors, or shortcomings to This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.!  
Any comments or suggestions for improvements are welcome. 
The old website can still be accessed via alt.tdrm.eu. ---